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Abgenagt

So schnell werden Artikel hinfällig: noch gestern Abend habe ich angefangen einen Artikel über die perfekte Maus fürs PowerBook zu schreiben – und dass es sie nicht gibt. Und schon während ich schrieb, war alles hinfällig.

Meine Maus hat nämlich (mal wieder) den Abgang gemacht: nach kaum mehr als einem viertel Jahr weigert sich die linke Maustaste recht standhaft nur einmal zu klicken: ich bekomme ständig Doppelklicks.

Nun habe ich angefangen zu recherchieren, welche denn meine neue Maus werden könnte. Ich bin recht anspruchsvoll, was Mäuse angeht schließlich habe ich sie den halben Tag in der Hand (grausame Vorstellung).

Und hier ist sie nun, die Liste der Dinge die eine Maus einfach bringen muss:

Mehr als eine Taste muss sie haben. Reden wir nicht um den heißen Brei rum: Apples eine Taste für jeden Politik mag für Anfänger sinnvoll gewesen sein, jemanden der seinen Mac für mehr als nur zum surfen benötigt sollte man jedoch zutrauen die Bedienung einer Maus mit drei oder noch mehr Tasten zu erlernen.

Kabellos soll sie sein. Mäuse mit Kabeln sind sooooo zwanzigstes Jahrhundert. Zwar muss man bei kabellosen Mäusen regelmäßig die Batterien wechseln, dafür muss man aber auch nicht ständig das Kabel aus dem Weg schieben oder es unter irgendwelchen Büchern vorzotteln, die man auf den Tisch gelegt hat.

Bluetooth soll sie haben. Erstaunlicherweise heißt “kabellos” immer noch nicht automatisch “mit Bluetooth”. Sehr vielen Mäusen liegt nach wie vor ein Funkempfänger dabei. Diese Empfänger funktionieren absolut problemlos: sie sind klein, robust und haben einen guten Empfang, bei Notebookmäusen kann man sie zum Transport meist in der Maus verstauen. Eigentlich gibt es nur ein Problem mit diesen Empfängern: ihre pure Existenz – schliesslich braucht man bei einer Bluetooth Maus gar keinen Empfänger, egal wie durchdacht er auch sein möge.

Ein Laser muss drin sein. Optische Mäuse, die den Untergrund mit einer kleinen Infrarotkamera abtasten sind schon lange Standard. Allerdings haben sie die Macke nicht auf jedem Untergrund zu funktionieren. Auf weißen oder glänzend lackierten Tischen oder auf Glasflächen springen sie gerne unkontrollierbar herum. Lasermäuse sind weitaus robuster – ich habe bisher keinen Untergrund entdeckt, auf dem eine Lasermaus nicht klaglos ihren Dienst getan hätte.

Ich will meine Maus ausschalten können, und der Schalter sollte relativ groß sein. Bei Apples kabelloser Maus haben die Designer das sehr clever gelöst: der Schalter ist groß und schützt gleichzeitig die Linse vor Schmutz. Bei anderen Mäusen habe ich sowas noch nicht gesehen. Bei einigen Mäusen muss man einen kleinen Tippschalter mehrere Sekunden lang drücken um die Maus aus zu bekommen. Sehr, sehr nervig.

Die perfekte Maus habe ich bisher leider noch nicht gefunden: meinen Bedürfnissen am nächsten kommen noch die “Logitech V400 Laser Cordless Mouse for Notebooks” und die “Wireless Notebook Laser Mouse 6000” von Microsoft. Beide Mäuse werden mit Mac Treibern geliefert, beide Mäuse lassen sich mit USB Overdrive betreiben, einem 20$ teuren alternativen Maustreiber, mit dem man garantiert alle Tasten beliebig Programmieren kann. Und beide Mäuse haben einen kleinen, nervingen Empfänger dabei.

Die perfekte Maus für meine Bedürfnisse scheint nun ausgerechnet von Apple zu kommen. Noch nie habe ich mir eine Apple Maus gekauft, und wenn eine bei einem Desktop Mac dabei war, habe ich sie immer so schnell wie möglich in die Ecke gefeuert. Zunächst hatten sie nur eine Taste und der Mighty Mouse fehlt sowohl der Funk als auch der Laser. Nun wird es aber sehr bald eine neue Mighty Mouse mit Bluetooth und Laser geben. 69$ soll der kleine Held kosten – nicht wenig, aber was ist man nicht bereit für die perfekte Maus zu geben?

Update: und wieder zu langsam. Die Mighty Maus ist schon da – zumindest im Amerikanischen Store. Laut Heise benötigt die Maus einen Mac mit Bluetooth 2.0, wofür ich jedoch auf der Apple Seite keinen Hinweis finden konnte: dort werden die Systemvorraussetzungen lediglich mit “A Bluetooth-enabled Macintosh computer” angegeben. Ich tippe (hoffe) darauf, dass sich der Heise Redakteur schlicht verlesen hat.

  1. July 25th, 2006 at 16:45 | #1

    Ich stimme deinen Anforderungen an die Maus zu… Da meine MS-Maus leider vor kurzem den Geist aufgegeben hat und ich im Moment mit einer Apple-Pro-Mouse (Kabel) arbeite, kommt da wohl bald eine MM BT ins Haus.

  2. sven
    July 25th, 2006 at 17:49 | #2

    Ich hatte nur den Anrißtext im Feed gelesen und dachte gleich an einen Kommentar:
    Wieso? Apple hat doch nur ner nicht so tollen Maus das Kabel genommen.

    Ich bin immernoch großer Fan der schwarzen Pro Mouse, das Kabel könnte weg sein, das wär noch hübscher. Aber ne Maus bei der ich den Finger auf der rechten Taste heben muss wenn ich links klicken will und die nen Lautsprecher eingebaut hat? Ich weiss ja nicht.

  3. martin
    July 25th, 2006 at 22:18 | #3

    Ich arbeite hier mit einer Microsoft Bluetooth Wireless Explorer Maus. Die kann man zwar nicht ausschalten, trotzdem halten die Batterien länger als die der Apple Bluetooth Maus, die ich davor benutzt habe. Bei den Logitech Modellen haben mich immer die diversen Ladeschalen gestört.

  4. Yves
    July 25th, 2006 at 23:55 | #4

    Ich finde Mäuse mit Kabeln wesentlich entspannter als das andauernde Batteriengewechsel. Meistens hat man grad keine geladenen Akkus dabei, wenn der Zeiger nicht mehr flüssig reagiert…

    Die Mighty Mouse + Kabel hingegen find ich fürchterlich – sie liegt einfach schlecht in der Hand.

    Bisher hat mich am meisten die Logitech Pilot One überzeugt. Einfache, optische (Infrarot) 3 Tastenmaus + Kabel.

  5. July 26th, 2006 at 03:14 | #5

    Ach, das mit dem Batteriewechsel hält sich in Grenzen. Meine noch aktuelle Maus warnt wenn der Akku droht leer zu werden – dann kann man noch mehrere Tage ohne Probleme weiterarbeiten, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt.