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August 21st, 2006 Leave a comment Go to comments

Machen wir uns nichts vor: die Einrichtung eines Handies als Modem auf dem Mac ist eine Katastrophe. Während sich iSync zumeist ohne Probleme einrichten lässt, darf man für eine Internetverbindung erst mal ausführlich losgoogeln: Wo finde ich ein Modem Script? Habe ich ein 3G oder ein GPRS oder ein EDGE Telefon? Welche ist die richtige CID? Wie lautet die APN meines Anbieters? Und warum muss ich das eigentlich alles wissen? Das es auch einfacher geht bewies mir mein Nokia 770 eindrucksvoll: zwei Einfache Fragen musste ich beantworten: “Ist das dein Telefon, das ich da entdeckt habe?” und “Bei welchem Provider bist du denn?” Das wars. launch2net verspricht diesen Komfort auch auf meinen Mac zu bringen.

Die Installation ist simpel: Image runterladen, Installer doppelt anklicken, Neustart.

Nach dem Neustart hat man das launch2net Icon im Dock. Nach dem Start beginnt die Konfiguration des Modems: launch2net sucht den PC-Card Slot und die bekannten Bluetooth Geräte nach allem ab was Funken kann. Wenn ein solches Gerät gefunden wurde wird es gefragt bei welchem Provider es denn ist. Alles was ich machen musste war warten und am Ende einmal kurz auf Speichern klicken – fertig! Vor lauter Begeisterung habe ich gleich mehrere Telefone getestet: mein Sony Ericsson K800i, eine Vodafon Data Card, ein Sony Ericsson V600 und ein Nokia N70 – immer das gleiche Bild: Gerät gefunden, Provider ermittelt, fertig. So einfach kann das sein?

Seine tolle Funktionalität weiss das Programm geschickt hinter einer sehr gewöhnungsbedürftigen Oberfläche zu verstecken:

Womit wir auch beim großen Schwachpunkt des Programms wären: der Bedienung. Eigentlich gibt es ja nicht viel zu tun: nachdem die Konfiguration steht gibt es im wesentlichen noch zwei Buttons: “Verbinden” und “Trennen”. Darüber hinaus gibt es noch eine Grafik mit dem aktuellen Datensatz und eine Statistik mit dem Trafficverbrauch der aktuellen Verbindung sowie des aktuellen Monats – oder eines anderen Zeitraums. Leider will launch2net bei jedem Start erst mal wissen, wie gut die Empfangsqualität ist. Und das dauert. Und ich kann so lange nicht auf “Verbinden” klicken. Dadurch verzögert sich der Verbindungsaufbau ganz enorm: während launch2net vom Start bis zur stehenden Internetverbindung 30 Sekunden brauchte, gibt sich die Mac OS Funktion mit etwa 8 Sekunden zufrieden. Nova media hat das Problem schon registriert und ein kommendes Update wird hier Abhilfe schaffen.

Wenn man launch2net aber so einstellt dass es sich beim Start automatisch verbindet, bekommt man davon nicht so viel mit. Überhaupt sollte man das Programm nicht im Hintergrund laufen lassen: zum einen kostet die ständige Abfrage der Empfangsqualität Akkuleistung, zum anderen hüpft das Icon bei jeder Abfrage der Empfangsqualität einmal im Dock.

Noch kann launch2net nicht mehr als Konfiguration gleichzeitig verwalten, dieses Feature ist aber fest eingeplant, was man bei einem Preis von EUR 87,- (für die Downloadversion) eigentlich auch erwarten kann.

launch2net macht die mobile Internetverbindung extrem einfach, und das bei 150 verschiednen Handies und praktisch allen Providern. Wenn man ein USB-Modem wie die EasyBox, ein PCMCIA Modem oder später eine ExpressCard am Mac betreiben möchte führt möglicherweise kein Weg an launch2net vorbei. Wenn man jedoch übers Handy ins Netz gehen will, kommt man auch für lau ans Ziel – wenn man bereit ist die Hürden der Mac OS Modekonfiguration zu nehmen.

  1. was soll das?!
    August 23rd, 2006 at 09:53 | #1

    eine interessante vorstellung des produktes…

    die kostelose alternative dazu:
    http://www.taniwha.org.uk/

    die sogenanten “Hürden” beschränken sich auf apfel+c und apfel+v der scripts und es dauert höchstens ein paar minuten -anleitungen lesen, kopieren, einfügen, verbindung aufbauen- unter 5minuten
    VORTEIL:
    gleicher ergebnis wie oben, jedoch kostelos!!!

  2. August 23rd, 2006 at 17:27 | #2

    Jupp,

    bei vielen PC Datenkarten und USB-Modems und im Ausland hilt das aber nicht viel, wenn die Einwahldaten nicht bekannt sind. Auch gibt es keine Statistik der Zeit und Datenmenge. Trotzdem eine gute Alternative für einfache Connects …

    Liebe Grüße,

    Jan – nova media

  3. moc
    September 20th, 2006 at 22:21 | #3

    kostet die ständige Abfrage der Empfangsqualität Akkuleistung?
    Bei mir nich…

  4. September 20th, 2006 at 22:28 | #4

    Ein ständig offene Bluetoothverbindung? Die dürfte gut kosten.

  5. moc
    December 10th, 2006 at 12:18 | #5

    Ein ständig offene Bluetoothverbindung? wie das? was heißt offen?

  6. December 10th, 2006 at 15:23 | #6

    Kosten im Sinne von “da wird der Akku schnell leer von.” Nicht im Sinne von Geld. :)

  1. January 22nd, 2007 at 13:12 | #1
  2. March 12th, 2007 at 11:35 | #2
  3. March 13th, 2007 at 00:53 | #3