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Steve Jobs zu Digital Rights Management

February 6th, 2007 Leave a comment Go to comments

Steve Jobs äußert sich auf der Apple Home Page ausführlich zur aktuellen Diskussion um den Einsatz von Digital Rights Management (DRM) im iTunes Store und dem iPod.

Er fasst die aktuelle Lage zusammen, die sich für ihn im Kern so darstellt: der Einsatz von DRM wird durch die führenden vier Musikfirmen der Welt (Universal, Sony BMG, Warner und EMI) erfordert. Apple ist gezwungen, ein entsprechende Infrastruktur aufrecht zu erhalten, um überhaupt Musik im Internet via Download verkaufen zu können. Eine Lizensierung der Technik (FairPlay) an Dritte ist schwierig, da sie das “Reparieren” der Technik nach einem erfolgreichen Hack des Systems zu aufwendig wäre.

Sein Résumée ist, dass Apple nicht auf DRM besteht. Sobald die Musikfirmen Apple lassen, würden sie sofort auf DRM verzichten. Nur 3% der Musik auf iPods kommt heute aus dem iTunes Store und die Musikindustrie verkauft 90% der Musik auf CDs ohnehin ohne Rechtemanagement. Man solle sich doch im Protest bitte an die Musikindustrie wenden: Apple sei nicht das Problem.

Ich bin überrascht, dass Steve Jobs so deutlich an die Öffentlichkeit tritt, aber seine Schlußfolgerungen decken sich mit meinen bisherigen Überlegungen. Apple hat auch gut Lachen: es ist absehbar, dass bei einer Aufhebung des DRM-Zwangs Apple auch ohne das Schutzsystem iPods verkaufen würde und der iTunes Store ist was die Einfachheit des Kaufvorgangs betrifft unerreicht.

Es könnte sein, dass Steve Jobs mit diesem Vorstoss die Diskussion erfolgreich in Richtung Musikindustrie verschiebt. Denn er hat Recht. Schon vor Jahren ist er mit dem Satz “We have Ph.D.s here who know the stuff cold, and we don’t believe it’s possible to protect digital content” an die Musikindustrie herangetreten. Damals hat er sich damit wohl kaum ausreichend Gehör verschaffen können.

Das könnte sich jetzt ändern.

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  1. February 7th, 2007 at 11:04 | #1