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Browserwechsel

October 25th, 2007 Leave a comment Go to comments

Ich bin ja eine treulose Tomate, was Browser betrifft. Im täglichen Einsatz wechsele in der Regel ich zwischen bis zu drei Browsern hin und her (je nach Problemfeld) und auch mein Default Browser muss sich immer wieder ändern.

Jetzt beende ich eine lange und ausgedehnte Camino-Phase. Zwei Dinge haben mir Camino sehr schmackhaft gemacht: der eingebaute Flash-Blocker ist Gold wert, weil Flash-Applets erst nach einem Klick starten. Dabei geht es mir weniger um Werbung (die wird ohnehin von dem wirklich gut arbeitenden Adblocker gebremst), sondern vielmehr um die Begrenzung der CPU-Last.

In Camino kann man es sich leisten, locker dreissig Browserfenster offen zu haben. Abgesehen vom Speicherverbrauch und der durch JavaScript-Code verbrauchten Rechnerleistung fällt nichts an. Da aber eine Vielzahl von Webseiten heute mit dem unperformanten Flashdreck versucht sind ist der eigene Rechner im Schnitt schon mit 10 Seiten komplett ausgelastet – nur um animierte Grafiken, Werbung und ähnlich sinnlosen Scheiss anzuzeigen.

Das zweite Feature, auf das ich vorerst verzichten werde ist der persistente Window-State. Beendet man Camino (und das gilt auch für Crashes), öffnet sich beim Neustart des Programms alles so wie es vorher war. FÜr chronische Multitasker eigentlich unverzichtbar.

Warum also wechseln? Ich bin immer noch unglücklich mit der Systemintegration von Camino (wenn auch deutlich besser als Firefox), so ist z.B. immer noch kein wirklich funktionierendes Drag & Drop von Bildern möglich, wird kein Triple-Klick zum Selektieren von Absätzen unterstützt und außerdem haben sich zuletzt ein paar schwerwiegende Renderfehler eingeschlichen. Keine Ahnung, wodurch die verursacht wurden, aber sie waren da und machten die Eingabe in bestimmte Seiten zur Pein. Also ist es nun wieder Zeit, neue Freunde zu machen.

Ich schwanke jetzt noch zwischen dem neuen Safari (die Webclip-Funktion von Leopard und das Verschieben von Tabs finde ich spitze), aber ich liebäugele auch mit der frisch vorgestellten Version 5.6 von OmniWeb. Ich finde die Tabs von OmniWeb immer noch die beste und übersichtlichste Implementierung und die neue Version verwendet nun auch die letzte Version von WebKit und ist damit nach langer Zeit scheinbar wieder auf der Höhe der Zeit.

  1. October 25th, 2007 at 20:59 | #1

    Respekt, ich bin da wesentlich eingefahrener. Mit einem “fremden” Browser fühle ich mich sofort sehr unwohl, wenn ich manchmal Firefox aufmachen muss, weil bestimmte Seiten den Safari 3 nicht unterstützen z.B. StampIt, dann bin ich immer froh, wenn ich den Browser wieder schließen kann.

    Von daher, sehr beeindruckend wenn das jemand ohne Probleme hinbekommt und ständig hin- und herwechseln kann.

  2. October 25th, 2007 at 22:48 | #2

    Naja. Ohne Probleme läuft das nicht ab. Aber vielleicht sollte ich mal einen Beitrag dazu machen, was ich an jedem Browser gut und was schlecht finde.

  3. October 25th, 2007 at 23:10 | #3

    Drittens: Camino hat (vgl. mit Safari) ein sehr flexibles Cookie-Handling: ich kann pro Site festlegen, ob Cookies generell, nur Session-Cookies oder gar keine Cookies erlaubt sind. Das fehlt bei Safari schmerzlich.

  4. October 26th, 2007 at 02:12 | #4

    @stralau: Du sagst es. Das hätte ich unbedingt auch noch aufzählen sollen. Der “tu so als ob du das alles frisst aber vergiss den Scheiss bei einem Neustart” ist eigentlich eine der coolsten Errungenschaften :)

  5. October 26th, 2007 at 16:00 | #5

    danke für den hinweis auf den flash-blocker bei camino! hatte ich bisher übersehen.

    auf einmal ists so ruhig im web. sehr schön! :-D

  6. October 27th, 2007 at 17:43 | #6

    Ich möchte Safari zusammen mit der Erweiterung Saft empfehlen. Hier sprechen wir allerdings noch von 10.4 mit Safari 2. Mit dieser Kombination hat man allerdings fast alles was man braucht und praktisch ist in einem einzigen, schönen Browser.

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