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Time Machine Backup auf “Unsupported Volumes”

October 27th, 2007 Leave a comment Go to comments

Aus bislang unbekannten Gründen hat Apple in den letzten Wochen des Entwicklungszyklus zahlreiche Optionen aus Time Machine herausgenommen, die in Entwicklerversionen noch vorhanden waren. Darunter so sinnvolle und wichtige Dinge wie das Forcieren des Backups in Disk Images (anstatt in eine offene Verzeichnisstruktur) oder das Verschlüsseln selbiger. Überhaupt wurden die Optionen immer weniger.

Im Ergebnis hat man jetzt ein Feature-armes aber dafür wirklich nahezu konfigurationsfreies Backupsystem, das – so meine ersten Tests mich nicht in die Irre führen – gut läuft und nach einem wirklich sinnvollen Prinzip arbeiten: stündliche Backups des letzten Tages, tägliche Backups der letzten Woche und dann noch so viele Wochenbackups wie die Platte hergibt bieten nicht nur einen ausreichende Auswahl an Wiederherstellungsoptionen, es nützt die Platten auch bis zum letzten Fleckchen aus.

Nun musste allerdings in letzter Minute auch noch ein Feature dran glauben, auf dass ich mich schon besonders gefreut habe: das Sichern von Backups auf Platten, die an eine AirPort Extreme angeschlossen sind. Das wurde in der Keynote verkündigt, es stand auf der Leopard-Website – bis vor ein paar Tagen, als die Information fiel. Jetzt werden diese Festplatten nicht als Ziel für Time Machine mehr angeboten. Grummel. Für mich war natürlich genau das das ausschlaggebenene Kaufargument für das Gerät und habe mir die Hardware just zwei Tage vor dem Rückzieher gekauft.

Aber es scheint alles nicht so schlimm zu sein. Findige Hacker haben bereits herausgefunden, wie man die Funktionalität erhält. Entscheidend ist eine verborgene Datei im Root-Verzeichnis der formatierten Festplatte namens “.com.apple.timemachine.supported” Diese muss dazu mit besonderen Zugriffsrechten ausgestattet werden. Und das geht so:

  1. Man schließt die Platte direkt an den Rechner an (via USB oder FireWire)
  2. Man sagt Time Machine, dass es dieses Volume für Backups nutzen soll (so merkt er sich den Namen)
  3. Terminal.app öffnen und folgende Kommandos eingeben
  4. In das Verzeichnis des Volumes wechseln mit: cd /Volume/&ltName des Volumes&gt
  5. Die Datei anlegen: touch .com.apple.timemachine.supported
  6. Eigentümer und Gruppe der Datei setzen: sudo chown root:admin .com.apple.timemachine.supported
  7. Zugriffsrechte ändern: sudo chmod 1775 .com.apple.timemachine.supported
  8. Überprüfen des Ergebnises mit ls -la, das sollte als Ergebnis die Zugriffsrechte mit “-rwxrwxr-t” anzeigen.
  9. Volume auswerfen, Platte an die AirPort Extreme anschliessen und diese ggf. nochmal neu starten
  10. Die AirPort base station sollte jetzt im Finder erscheinen (via Bonjour). Dort das Volume auswählen
  11. Time Machine Kontrollfeld starten und schauen, ob der das Volume erkennt

Bei einem ersten kurzen Test ging es bei mir. Interessanterweise wird beim Einsatz eines Shared Volumes in ein Sparse Disk Image geschrieben, so dass die ganzen Backups nun in einer einzigen Datei liegen. Leider kann man immer noch keine Verschlüsselung dazu angeben, aber ich denke, Apple wird diese Funktionalität über kurz oder lang nachreichen. Hoffentlich schon bald in einem der Dot-Dot-Releases.

Es wäre interessant zu hören, ob dies auch mit Shares via Tiger bzw. anderen AppleShare-kompatiblen File Servern wie EtherShare oder netatalk geht.

Update: Meine bisherigen Tests schlugen fehl. Zwar kann mit der Methode der Backup-Vorgang eingeleitet werden, aber Time Machine bietet die Backups selbst nicht zur Recovery an. Hier scheint also noch grundlegende Funktionalität zu fehlen, die Apple noch nachliefern muss.

  1. October 27th, 2007 at 18:23 | #1

    Wow! Danke für den Tipp. Ich werde nachher mal überpürfen, ob das auch mit SMB-Volumes klappt, da wollte ich nämlich hin backupen.

  2. October 27th, 2007 at 18:37 | #2

    Nu — (und das interessiert mich wirklich sehr, kann es aber mangels Leopard nicht ausprobieren) aber würde das mit dem Verschlüsseln nicht auch funktionieren, wenn man einfach mit dem Festplattendienstprogramm ein verschlüsseltes Sparse-Image anlegt und dort den gleichen Voodoo veranstaltet, wie Du oben für die über Airport angeschlossene Platte beschreibst?

  3. mamamia
    October 27th, 2007 at 18:46 | #3

    http://www.9to5mac.com/time-machine-hacked-to-work-on-smb-2345654

    scheint zu funktionieren, aber tut es nicht, es überträgt scheinar keine Daten.

  4. October 27th, 2007 at 18:55 | #4

    Dann werde ich meine Backups wohl noch eine Weile auf eine externe Platte machen.

  5. October 27th, 2007 at 19:36 | #5

    Also hier geht der Trick mit einem NAS-System (LinkStation Live) nicht. Da lassen sich die Zugriffsrechte der Datei nicht entsprechend ändern.

    Also musste ich auf meiner externen Platte Platz schaffen.

    Es geht übrigens auch nicht auf FAT32 formatierten externen Platten…
    Dabei könnte Apple doch da auch einfach ein Diskimage anlegen.

    Na ja, hoffen wir mal, dass da bald ein Update kommt, das uns befriedigt.

  6. marco
    November 6th, 2007 at 08:41 | #6

    Es geht übrigens auch nicht auf FAT32 formatierten externen Platten…
    Dabei könnte Apple doch da auch einfach ein Diskimage anlegen.

    Die Dateigrösse ist bei FAT32 auf knapp 4GB beschränkt!!
    DAs hast du mit einem Backup schnell zusammen

  7. November 9th, 2007 at 12:44 | #7

    Interessant, welche Blüten das hier treibt ;)

    Dabei geht es doch mit

    defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

    ganz einfach…

  8. Jenny
    January 20th, 2008 at 22:21 | #8

    Hallo! Ich habe nach dem Absturz und Reset meines nagelneuen MacBooks die externe Festplatte meines Bruders angeschlossen, um meine Daten wieder auf den Computer zu spielen. Das erste Fenster, das auftauchte, wollte ich schnell wegklicken – es war Time Machine, das mich nach einem Backup fragte… Mit einem OK war die externe Festplatte Time Machine konfiguriert, die gesamten Daten gelöscht und die Katastrophe passiert. Mit File Salvage habe ich Daten wiederhergestellt, sie sind jetzt aber ohne Dateinamen und Ordner und nicht alle Dateien fehlerlos wieder da und die Festplatte wird auf dem Windows Notebook meines Bruders nicht mehr erkannt. Habt ihr einen Tip für mich? Kann man die Daten mit einem Windowsprogramm effektiver retten? Dazu muss die Festplatte wohl zuerst wieder windowskompatibel werden – wie denn? Und geht das erneute konfigurieren, ohne dass weitere Daten gelöscht werden?
    Vielen Dank für jeden Tipp
    Jenny

    Hello!

    After a complete breakdown and following reset of my brand-new Apple MacBook I connected my brother’s external hard disk to restore all my data I had copied there previously. When suddenly a time machine window popped up asking me to do a back up I thought “Oh, yes, I’ve never done that before – let’s be cautious right from the beginning this time and start doing back ups right away…” That of cause was the worst possible thing to think and do because with one click I had configured the external hard drive as “my time machine volume” and hence deleted ALL data on the hard drive… By using FileSalvage I have restored the data – but it is without names and file-hirachy now and not all the files are restored propperly either.
    Is there any chance my brother can restore his files to his Windows-notebook more succesfully? At the moment his notebook doesn’t even recognize the volume. How can I re-configure it to be “windows” again? Isn’t there danger of deleting the data on the external volume completely by re-configuring it?
    I am greatful for any piece of advice and help! Thank you!
    Jenny

  9. January 21st, 2008 at 00:00 | #9

    Klingt seltsam. Eigentlich nicht wirklich wahrscheinlich. Die Platte war doch offensichtlich NTFS oder FAT formatiert. Und TimeMachine meint die Platte als Journal initialisieren und formatieren zu dürfen? Kann ich mir nicht vorstellen.

  10. October 13th, 2008 at 13:49 | #10

    Hallo!

    Ich habe mich auch mal etwas mit dem Thema Time Machine und Backup in DiskImages (egalo wo sie liegen, lokal, im Netz, auf einer externen Platte) beschäftigt und dazu mal das folgende HowTo schnell zusammengeschrieben. Damit ist es möglich, auch in verschlüsselte DiskImages oder TrueCrypt-Container zu sichern:

    http://www.h-ein.de/121-0-Verschluesselte-Backups-mit-Time-Machine.html

  1. October 29th, 2007 at 11:39 | #1
  2. February 6th, 2008 at 01:22 | #2