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Archive for the ‘iPod’ Category

Videoausgang für mobile Geräte

March 13th, 2007 1 comment

Heise berichtet vom neuen Samsung SGH-D840 Handy und behauptet, das Handy verfüge über einen Videoausgang. Leider sagt die entsprechende Produktseite bei Samsung nichts dazu. Ungeklärt ist, wie diese Schnittstelle herausgeführt ist, wenn es sie wirklich gibt.

Ich frage mich auch, ob dieses Feature für Leute, die Interesse an einem Mobiltelefon haben, überhaupt interessant ist. Die Hoffnung ist, dass die Leute das Telefon auch als universellen Medienplayer akzeptieren. In Anbetracht der Tatsache, dass bisher noch kein Hersteller (außer Apple) auf Idee gekommen ist, die Geräte mal mit einem Standard-3,5″-Miniklinkenstecker für den persönlich bevorzugten Kopfhörer auszustatten, ist das ein Witz. Ich frage mich nun, welches Steckerformat Samsung für den Videoanschluss gewählt hat. Bilder der Schnittstellen des Gerätes habe ich auf Anhieb nicht gefunden.

Ich selbst verwende den Videoausgang an meinem iPod durchaus (der ist als dritter Kontakt am Klinkenstecker herausgeführt). Einerseits wird der iPod so zum mobilen Videoplayer (mit gut gerippten Filme in 640×480 absolut ausreichend) als Alternative zur DVD, andererseits kann man über die Photo-Funktion den iPod auch gut als Mini-Präsentationsmaschine verwenden: einfach die Keynote- oder PowerPoint-Präsentation in durchnumerierte JPEG-Dateien verwandeln und auf den iPod syncen.

Um in diesem Zusammenhang gleich noch mit so einem Mythos aufzuräumen: Apple wird gerne vorgeworfen, die Steckerbelegung am iPod “proprietär” gestaltet zu haben und “Standards” zu ignorieren. Das ist allerdings totaler Mumpitz und und das Gegenteil ist richtig.

Der Vorwurf bezieht sich dabei im wesentlichen auf die bislang in gewöhnlichen Medienmärkten erhältlichen Adapterkabel, die als Überspielkabel für DV-Kameras angeboten werden. Die haben eine andere Steckerbelegung, so dass der “rote” Anschluss das Videosignal führt. Nur: es gibt hier keinen Standard, sondern lediglich diese Konvention, die soweit ich weiß von Sony eingeführt wurde. Das Problem ist aber nun, dass der iPod ja ein “Dual Use” Anschluss ist: der Buchse dient primär des Anschlusses von Kopfhörern. Damit ist quasi festgelegt, wo das Videosignal geführt werden muss. Kann man sich auch schön in der Wikipedia anschauen.

Apple belegt also korrekt den zusätzlichen Kanal mit dem Videosignal, während DV-Kameras den rechten Kanal und das Videosignal vertauschen. Da an ihren Steckern immer nur 4-polige Kabel (3 Signale plus Masse) ist das auch in Ordnung. Verwenden kann man die Kabel natürlich trotzdem. Man sollte nur den roten Stecker mit gelbem und den gelben Stecker mit roten Klebeband markieren, um Velwechserungen zu vermeiden.

iTunes: Küssen und Schlagen

March 6th, 2007 12 comments

iTunes
Apple hat eine neue Version (7.1) von iTunes zum Download bzw. automatischen Update bereitgestellt und hat Geräteunterstützung für das irgendwann vielleicht dann wirklich mal erscheinende Apple TV eingebaut sowie dem beliebten Cover Flow auch noch einen Fullscreen-Modus verpasst. Dazu gibt es noch Wartungsarbeiten am darunterliegenden QuickTime Subsystem, die die letzten Sicherheits-Peinlichkeiten beheben soll. So weit, so gut.

Es ist gut zu sehen, dass Apple an iTunes weiter arbeitet und die inkrementell auftauchenden Detailverbesserungen sind ja auch alle ganz herzig. Aber mir geht iTunes seit einiger Zeit zunehmend auf den Senkel, da Apple leider zwei ganz grundlegende Dinge nicht überarbeitet: die Geschwindigkeit und die Stabilität.

Die Geschwindigkeit von iTunes beim Abspielen von Musik mag zwar gerade noch so zu ertragen sein (im Vergleich mit Kommandozeilen-basierten MP3-Abspielern ist es allerdings bereits lächerlich), aber wenn es um Videos geht kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ein Video unter normalen Nutzungsbedingungen auf einem PowerBook ruckelfrei abzuspielen scheint immer noch unter Apples Würde zu sein. Dazu kommen immer wieder Probleme – besonders beim Arbeiten mit großen Mengen an Podcasts: Abstürze, Hakeligkeiten, Lock-Ups, unerklärliche Pausen, generell eine fehlende Gleichzeitigkeit. Erneuert man die Tags eines mittelgroßen Movies ist das Abspielen auch nur von Musik bereits undenkbar. Sicherlich hat man auf aktuellen Rechnern weniger Probleme, aber die eigentliche Frage ist eine andere: warum ist iTunes im Vergleich zu Apples sonstiger Software so schrottig?

Eine Erklärung ist, dass iTunes Apples “Sandkasten” ist. Die Software muss auch unter Windows laufen und hat einige “moderne” Features, die sonst das Betriebssystem bereitstellt, fest eingebaut. Dazu gehört der OSX-”Look” und auch der OSX-”Feel”. Das zeigt sich an manchen Stellen deutlich: so ist z.B. eine Navigation via Tastatur – bei allen anderen Programmen unter OSX seit Jahren kein Problem mehr – bei iTunes schlicht unmöglich. iTunes ist – nach der anderen Katastrophe namens “Finder” – das letzte verbliebene “große” Programm, dass noch als Carbon-Anwendung programmiert ist.

Ich wäre ja froh, wenn Apple endlich mal eine “iTunes Pro” Anwendung auf den Markt werfen würde, damit man auch auf dem Mac mal zeitgemäß mit Bild und Ton umgehen kann und nicht dadurch im Feature Set gebremst wird, weil die Software ja auch auf Windows funktionieren muss. Eine Auftrennung der Basisfunktionalität und der “Advanced Features” könnte auch weitere Gründe liefern, sich einen Mac zu kaufen.

Ein solches Werkzeug, dass sich zu iTunes verhält wie Aperture zu iPhoto, ist einfach überfällig. Warum kann ich nicht zwei Tracks sanft überblenden? Warum gibt es keinen VJ-Modus, in dem ich Musik mit Videoclips begleiten kann, die ich mir vorher mit iMovie zusammengeschnippelt habe? Wieso kann ich nicht mehrere Libraries verwalten und Musik auf externe Medien auslagern, ohne dass meine Software vergisst, dass es diese Musik noch gibt? Warum kann ich nicht flexibler das Syncing mit meinem iPod kontrollieren? Wie kann ich Kapitelinformationen in meine Filme eintragen? Wie erzeuge ich Untertitel? Wo ist der Karaoke-Support? Und warum vor allem kann das Abspielen von Musik und Bild im 21. Jahrhundert nicht RUCKELFREI erfolgen?

Um es vorwegzunehmen, ich habe die Antwort im Ansatz bereits gesehen. Steve Jobs höchstpersönlich hat die Software mir schon vor die Nase gehalten. Ich rede natürlich von nichts anderem als der “iPod”-Software auf dem iPhone, dass ja bekanntlich unter OSX läuft und die aktuellen Leopard-APIs verwendet. Ein iPod bietet ja schon heute das, was ich auch auf dem allerschnellsten und allerteuersten Super-Duper-Mac-Pro vermisse: ruckelfreies Playback. Und natürlich muss das auch auf dem iPhone funktionieren und das ist es, was wir alle gesehen haben: einfaches Blättern im Datenbestand, fixes Scrolling durch die Playlisten, schnelles Auswählen und Abspielen von Filmen. Alles toll und alles schnell. So will man das.

Zugegeben, im iPhone ist wohl ist ein kleiner Hardware-Stein untergebracht, der das Decoding der Filme und Musik übernimmt, aber wer was von Computern versteht, weiß, dass das geringste Problem ist. Die Prozessoren sind seit Jahren schnell genug, hier geht es um korrekte Programmierung. Und iTunes ist intern ein Haufen Mist. So geht es nicht weiter, Apple.

iPod Mini wiederbeleben

March 5th, 2007 3 comments

Noch einen iPod mini auf Tasche, aber die Platte ist kaputt? Diese nette Anleitung bei Geektechnique zeigt, wie man einen iPod mini wiederbelebt, indem man die alte Platte durch Flash-RAM ersetzt. So lässt sich auch leicht eine kostengünstige Kapazitätserhöhung durchführen, ohne dass man gleich zum iPod nano greifen muss.

Recording mit dem iPod mit Belkin TuneTalk

February 23rd, 2007 20 comments

Der iPod ist ja seit der 4. Generation mit einer Aufnahmefunktion ausgestattet, seit Generation 5 auch voller Qualität mit wahlweise 22 oder 44 KHz Samplerate und vollen 16 Bit Auflösung. Einziges Problem: der iPod verfügt selbst über kein Mikrofon. Entsprechende Produkte wurden noch beim Release in Aussicht gestellt, allerdings sollte es dann noch gut ein Jahr dauern, bevor solche auch wirklich verfügbar wurden. Seit einigen Wochen ist es nun soweit: auch in Deutschland führen die Händler nun zwei Produkte: das MicroMemo von XtremeMac und das TuneTalk von Belkin.
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Bahn frei für das iPhone

February 22nd, 2007 2 comments

Wie zu erwarten war, haben Apple und Cisco sich über die Verwendung des Markennamens “iPhone” geeinigt. Nun dürfen ihn beide verwenden und dazu will man “Möglichkeiten für Interoperabilität in den Bereichen Sicherheit und ‘Consumer and Enterprise Communications’ erkunden”. Die restlichen Vereinbarungen sind geheim und wahrscheinlich die einzig wirklich interessanten.

Fein. Dann können wir ja zu den wirklich interessanten Fragen rund um das iPhone zurückkehren. Gibt es bei Euch noch offene Fragen, auf die man hier mal eingehen sollte?

Steve Jobs zu Digital Rights Management

February 6th, 2007 No comments

Steve Jobs äußert sich auf der Apple Home Page ausführlich zur aktuellen Diskussion um den Einsatz von Digital Rights Management (DRM) im iTunes Store und dem iPod.

Er fasst die aktuelle Lage zusammen, die sich für ihn im Kern so darstellt: der Einsatz von DRM wird durch die führenden vier Musikfirmen der Welt (Universal, Sony BMG, Warner und EMI) erfordert. Apple ist gezwungen, ein entsprechende Infrastruktur aufrecht zu erhalten, um überhaupt Musik im Internet via Download verkaufen zu können. Eine Lizensierung der Technik (FairPlay) an Dritte ist schwierig, da sie das “Reparieren” der Technik nach einem erfolgreichen Hack des Systems zu aufwendig wäre.

Sein Résumée ist, dass Apple nicht auf DRM besteht. Sobald die Musikfirmen Apple lassen, würden sie sofort auf DRM verzichten. Nur 3% der Musik auf iPods kommt heute aus dem iTunes Store und die Musikindustrie verkauft 90% der Musik auf CDs ohnehin ohne Rechtemanagement. Man solle sich doch im Protest bitte an die Musikindustrie wenden: Apple sei nicht das Problem.

Ich bin überrascht, dass Steve Jobs so deutlich an die Öffentlichkeit tritt, aber seine Schlußfolgerungen decken sich mit meinen bisherigen Überlegungen. Apple hat auch gut Lachen: es ist absehbar, dass bei einer Aufhebung des DRM-Zwangs Apple auch ohne das Schutzsystem iPods verkaufen würde und der iTunes Store ist was die Einfachheit des Kaufvorgangs betrifft unerreicht.

Es könnte sein, dass Steve Jobs mit diesem Vorstoss die Diskussion erfolgreich in Richtung Musikindustrie verschiebt. Denn er hat Recht. Schon vor Jahren ist er mit dem Satz “We have Ph.D.s here who know the stuff cold, and we don’t believe it’s possible to protect digital content” an die Musikindustrie herangetreten. Damals hat er sich damit wohl kaum ausreichend Gehör verschaffen können.

Das könnte sich jetzt ändern.

callPod

October 9th, 2006 3 comments

Es gibt nur einen Grund, warum ich mir bis heute keine Bluetooth-Freisprecheinrichtung gekauft habe: ich wüsste nicht wohin damit. Meine Ohren jedenfalls sind immer schon mit meinen iPod Kopfhörern verstopft.

Diese kleine iPod-Fernbedienung könnte darum genau das richtige für mich sein: wie das knuffige Runen-B schon andeutet, handelt es sich dabei nämlich in erster Linie um eine Bluetooth Freisprecheinrichtung fürs Telefon.

Während eines Anrufs wird automatisch die Musik pausiert, die Caller-ID wird auf dem iPod-Display angezeigt und ein eingebautes UKW-Radio sorgt für den gewissen Retro-Charme.

Zu haben in schwarz und weiss für 49 £ – das sind ziemlich dicke 75 Euro.

via