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Archive for the ‘Mac OS X’ Category

Time Slider

January 15th, 2009 21 comments

Noch ein Nachtrag zur letzten Sendung, da wir ja so auf ZFS stehen und laufend sein Potential preisen. Auf OpenSolaris gibt es seit ein paar Monaten das Backupsystem “Time Slider“. Dazu gibt es ein schickes kleines Plugin für die “Finder”-Oberfläche namens Nautilus. Dieses Plugin liefert eine kleine aber feine Schnittstelle für die Snapshop-Funktionalität von ZFS. Schön erklärt wird das in diesem Screencast.

So und nicht anders sollte das in Mac OS X auch integriert sein. Die aktuelle Time Machine Oberfläche mit dieser Disco-Optik und unfassbar tranigen Performance sollte meiner Meinung nach es nicht mal mehr in Snow Leopard schaffen. Wer das wirklich mal benutzt hat weiß vielleicht wovon ich rede. Das Feature sollte man vielleicht Microsoft andrehen, damit sie es in Windows 7 einbauen, denn da passt es wenigstens hin. Wozu ist ein “Finder” da, wenn man damit nicht mal alte Versionen einer Datei finden kann?

Bevor hier gleich entsprechende Kommentare kommen: ich weiß, dass die Snapshots per se kein Backup im Sinne einer separaten Kopie der Daten darstellen. Aber sie übernehmen die Funktionalität des zeitbasierten Rollbacks von Daten und das OHNE dass man ein Backupmedium zum Einsatz bringen muss. Funktioniert also auch während der Arbeit im Zug oder wo auch immer.

Dazu haben ZFS-Snapshots den großen Vorteil, dass ein Backup von ihnen auch später noch durchgeführt werden kann (unter Erhaltung aller Zeitmarken!). Dazu kommt, dass Snapshots sehr genau sind: was Time Machine eigentlich genau sichert, während es eine halbe Stunde lang ein 200 GB Dateisystem via WLAN auf eine Time Capsule synct, weiß wohl so genau niemand. Ist eine Datei im Backup auf dem Stand zu Beginn des Backups oder am Ende des Durchlaufs? Das ist bei ZFS-Snapshots zumindest klar definiert. Dazu kommt, dass man bei Snapshots nicht lange rumdenken muss, was gesichert werden muss, wenn das Backup einsetzt. Das “Preparing Backup…” dauert bei Time Machine noch viel zu lange. Außerdem ist das differentielle Wegschreiben eines Snapshots eine in ZFS eingebaute Funktionalität: mit einer Kommandozeile kann die Daten via SSH auf ein anderes ZFS-Dateisystem übertragen. Einfach, sicher, elegant.

Ich kann nur hoffen, dass Apple die Eier hat, ihr Time Machine voll auf die Möglichkeiten von ZFS zu optimieren, sobald sie ZFS vollständig und stabil in ihr OS integriert haben. Ich halte Apple für klug genug, diese Vorteile zu begreifen, allerdings weiß ich nicht, ob sie mutig genug sind, eine Weile zweigleisig zu fahren, solange HFS+ noch eine Realität ist (und das wird es noch ein paar Jahre bleiben).

Feedback zu MM020: Drobo, Time Machine, ZFS

January 15th, 2009 5 comments

Die letzte Folge des Mobile Macs Podcast hat eine erstaunliche Hohe Quote an Rückmeldungen erzeugt. Anlass dafür waren offensichtlich unsere Ausführungen zum Drobo und über ZFS. Ich kann nur allen raten, sich mal die Kommentare zur Sendung näher anzuschauen.

Für die, die noch nicht reingehört haben ein kleines Management Summary: meine Erfahrungen mit dem Drobo waren so lala und wir haben die grundsätzliche Funktionalität zwar begrüßt, aber auch auf die Nachteile der konkreten Implementierung hingewiesen. Hauptproblem ist die Verwendung von HFS+ als Dateisystem in Verbindung mit einem proprietären Disk Layout, was den Einsatz von Rettungstools verhindert. Es gibt auch konzeptionelle Probleme beim Einsatz des Drobo mit Time Machine. ZFS sieht ein wenig so aus, als ob es das Potential hat, hier Lösungen anzubieten, doch gibt es diese in vergleichbarer Form nicht.

Wir haben dann auch angeregt, dass man doch mal über ein Custom Setup mit FreeBSD und ZFS nachdenken sollte. Dazu gab es dann ein große Zahl an Rückmeldungen. Manche rieten, doch mal über den Einsatz von OpenSolaris nachzudenken, wo ZFS naturgemäß (es ist beides von Sun und ZFS wurde unter Solaris entwickelt) schon besser integriert ist. Die Idee wollen wohl einige aufgreifen, “Morton” hat in den Kommentaren einen Link auf ein PDF gepostet, das erste Ideen zusammenfasst (leider keinen Link zu einem Blog oder Wiki, wo man Ideen beisteuern kann).

Es gab auch zahlreiche Hinweise zur Optimierung des Drobo, u.a. ein Hinweis auf ein Tool für den Drobo, was das Zusammenspiel mit Time Machine verbessert, aber leider ohne Link.

Ich bin ausgesprochen erfreut über das viele Feedback und ich denke, wir sollten die Diskussionen nach einem Podcast häufiger hier im Blog aufgreifen und coole Tips und weiterführende Hinweise in Blogposts wie diesem zusammenfassen. Wenn es die Zeit zulässt. Dass wir das Thema Drobo/ZFS im nächsten Podcast wieder aufgreifen werden scheint mir sicher.

Der Mac und die Fernseher

August 29th, 2008 23 comments

Ich habe jüngst die Idee entwickelt, anstatt eines Projektors doch eher einen dieser großen LCD-Fernseher zu kaufen, die einem scheinbar überall zu Dumpingpreisen nachgeschmissen werden. Also startete ich eine Recherche und fand mich bald in einem Dickicht widersprüchlicher Spezifikationen und Versprechungen wieder.

Letztlich ist mir der Fernsehteil weitgehend egal, da ich nicht vorhabe, mit dem Gerät Fernsehprogramme zu schauen sondern ihn primär als großes Display für einen Mac mini zu verwenden, der dann als Media Center usw. usf. yadayada, you know that story.

Also zog ich aus um die Gerät mit meinem MacBook zu testen, wie sie sich beim Anschluss eines richtigen Computers konkret verhielten. Dabei offenbarten sich gleich eine Reihe von Problemen, mit denen ich so vom Start her nicht gerechnet hatte, da ich in meiner digitalophilen Gesamtnaivität nicht mit den langen Schatten der gemeinen Fernsehtechnologie gerechnet hatte.

Getestet habe ich bislang diverse Geräte 40-42-Zoll “Full HD” von Panasonic, Toshiba, JVC, Samsung und Loewe. Ich kann jetzt keine spezifischen Bezeichnungen runterbeten, die scheinen sich auch von Webstore zu Webstore und Produktkatalog zu Produktkatalog nach irgendwelchen geheimen Formeln und Buchstaben und Zahlen zu ergänzen und zu verschieben, deren Innerstes auch Indiana Jones bislang verborgen blieb.

In meinen Tests arbeitete ich mit einem schwarzen MacBook über den Mini-DVI-Ausgang mit einem HDMI-Adapter. Die Erkennung der Fernseher funktionierte durchweg reibungslos, doch ab dann wurde es rauer. Hier eine Liste üblicher Probleme, auf die ich stieß:

  • Die Fernseher torpedierten die Bildqualität mit allerlei “Bildverbesserungsmaßnahmen”, vornehmlich “Schärfe” und “Bewegtbildkompensation”. Dies führt zu widrig zitternden Pixelupdates wenn sich mal irgendwo was ändert, lästigen Pixelschatten und anderen graphischen Ungereimtheiten. Das muss man alles ausschalten.
  • Die wenigsten Fernseher sind in der Lage, eine solche Einstellung als Default _pro Eingang_ zu konfigurieren. Meist handelt es sich um ein globales Setting, was einem beim Betrieb mehrerer Quellen, die nach unterschiedlichen Einstellung dürsten, einen Riegel vorschiebt.
  • Nicht alle “Full HD” Fernseher waren in der Lage, meinem MacBook einen 1080p Zugang (Non-Interlace 1920×1080 Pixel) anzubieten. Entsprechend ging es mit der Interlaced-Variante 1080i zur Sache. Trotzdem bestanden verschiedene Fernseher in ihrem Bildeingangsmenü darauf, dass sie ein 1080p-Signal empfingen, was ich ihnen nicht abnehme.
  • Bei meinem MacBook – und es sieht so aus, als ob das mindestens bei einem Mac mini den ich im Vergleich sah – wird der Bildschirminhalt auf wunderbare Weise auf eine geschätzt 90% kleinere Fläche projeziert. Mal zentriert, manchmal auch leicht horizontal verschoben. Trotzdem liefert das MacBook 1920×1080 Pixel an, die auch alle angezeigt werden – aber eben skaliert. Zwar konnte ich keine offensichtlichen Moiré-Effekte beobachten, habe den Aspekt aber auch zu wenig getestet. Tatsache ist, dass zumindest bei meinem MacBook bei _allen_ getesteten Full-HD-Fernsehern diese Skalierung einsetzt.

Alles in allem spürt man, was der Unterschied zwischen einem Computer-Monitor und einem Fernseher ist. Trotzdem will mir nicht in den Sinn, warum Fernseher mit ihrer sinnlosen Vielfalt an IO-Technik und Anschlüssen billiger verkauft werden als entsprechende Computermonitore (aber vielleicht ist das auch nicht so und nur von mir eine gefühlte Realität).

Mich würden natürlich Eure Erfahrungen mit dem Anschluss von Macs an Full-HD-Fernseher interessieren. Kennt ihr den Skalierungseffekt? Gibt es Fernseher, die problemlos funktionieren? Hat jemand mit dem Apple-TV andere oder auch vergleichbare Ergebnisse erzielt?

Nachtrag: Nach längerer Forschung bin ich schließlich auf ein Modell – ggf. sogar eine Modellreihe -gestossen, die alle genannten Probleme nicht aufweist: der Sony KDL 46-V3000 erkannte problemlos sowohl das Signal des MacBook als auch des Mac mini an. Keine Verzerrung, glaskare Anzeige, so wie man sich das wünscht. Dazu kommt, dass das Gerät seine Settings automatisch per Port speichert, so dass man Dinge wie Motion Compensation, Schärfeverstärkung etc. problemlos auf einem DVB-T Kanal zur Anwendung bringen kann, beim Umschalten auf das Signal des Macs via HDMI aber diese Optionen automatisch ausschaltet. Prima Gerät. Kann ich empfehlen.

MM006 Active Stink

June 12th, 2008 40 comments

Die sechste Ausgabe unseres Podcasts widmet sich ausführlich – wenn auch nicht ausschliesslich – den offiziellen und inoffiziellen Ankündigungen der World Wide Developer’s Conference (WWDC), die derzeit in San Francisco ihr Unwesen treibt. Die sehnlich erwartete Ankunft des 3G-iPhones und der vage Ausblick auf die nächste Version von Mac OS X nehmen daher im Podcast breiten Raum ein. Dieses Mal sind übrigens nur Tim und Denis am Start während sich Max einem (wohlverdienten) Urlaub fröhnt.

Da es so viel zu besprechen gab haben wir eine neue Rekordlänge erreicht: wir bieten Euch 2:43 Stunden Hörmaterial mit denen Ihr Eure nächsten zwei Wochen pflastern könnt. We apologize for the inconveniences. Damit die Datei nicht so groß ist, habe ich dieses Mal eine niedrigere Kompression gewählt.

Unsere Themen dieses Mal:

  • das c’t special Mac, was schon seit einiger Zeit am Kiosk ausliegt
  • die neuen Features der iPhone 2.0 Software
  • der Push Notification Dienst, der im September kommen soll
  • Präsentationen direkt mit dem iPhone: machbar?
  • der AppStore und die Implikationen der drei angekündigten Distributionsmethoden
  • MobileMe und die Sicherheit und das Für und Wider von Push Services und Universal Syncing
  • denkbare Navigationssoftware auf dem iPhone
  • das iPhone 3G und sein verborgener Preis
  • In-Store Activation kills the Jailbreak?
  • die Zukunft des iPhones als Gaming Plattform
  • Ausblick auf den Schneeleoparden
  • Multi-Core Optimization mit Grand Central
  • Parallel Computing mit OpenCL
  • QuickTime X: die Befreiung?
  • Goodbye PowerPC
  • ZFS kommt
  • Der Squirrelfish macht dem Safari 4 Beine
  • Mac OS X Server als Alternative zu Exchange
  • Tim hat ein korruptes Schlüsselbund und gibt sein Password 907 mal ein
  • Weitere Erfahrungen und Erfolgsmeldungen mit Time Machine
  • Das Mac OS X 10.5.3 Update und seine hidden Fixes
  • Warum man immer noch FrameMaker hinterherweinen muss
  • Merlin: tolles Programm, rottige Dokumentation
  • Zum Schluß gehen wir dann noch auf Eure Fragen in den Kommentaren zum letzten Blogeintrag ein.

Wir wünschen wie immer gute Unterhaltung.

Nachtrag: Wer den “ActiveStink” Versprecher von Phil Schiller in der Download-Version der Keynote sucht, sucht vergeblich. Apple hat ihn getilgt. Das macht es zumindest glaubwürdig, dass er nicht absichtlich gemacht wurde.

 
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AirPort und TimeCapsule: NetBSD auf Apple-Hardware

May 16th, 2008 8 comments

Wie ich schon in den letzten beiden Podcasts berichtet habe, hatte ich so einigen Ärger im Einsatz mit einer AirPort Extreme, an die drei USB-Disks über einen USB-Hub angeschlossen waren. Zwar liess sich TimeMachine mit diesen “AirDisks” seit dem letzten Firmware-Update problemlos einrichten, doch liess die Stabilität arg zu wünschen übrig: im Kern musste ich das Gerät einmal pro Tag durch manuellen Stromentzug neu starten, weil sowohl der File Server als auch das Management Subsystem sich nicht mehr ansprechen liessen (via AirPort Utility). Lustigerweise schaufelte das Gerät auch weiterhin IP-Pakete rein- und raus, so dass man diese Fehlfunktion auch nicht sofort bemerkte. Das Routing- und NAT-Subsystem ist also rock solid.

Wie man sich denken kann habe ich davon schnell die Nase voll gehabt. Meine Lösung war die Flucht nach vorn: der Erwerb einer TimeCapsule (in meinem Fall mit 1TB Platte), die sowohl die AirPort Extreme als auch die drei Festplatten ersetzten sollte. War auch deutlich leiser. Tatsächlich sind die Probleme scheinbar weg. Allerdings war auch die TimeCapsule, solange die drei USB-Platten vorübergehend angeschlossen waren auffallend instabil, so dass ich vermute, dass das Problem tatsächlich am USB-Disk-Betrieb liegt und dass beide Geräte diese grobe Instabilität aufweisen.

Ich finde diese Instabilität bedenklich und frage mich, wie es dazu hat kommen können. Mit USB, File Sharing und Netzwerkdiensten im allgemeinen hat Apple viel Erfahrung und vor allem ausgereifte Software – auf dem Mac.

Nun sind aber AirPort Extreme und TimeCapsule eine Besonderheit: sie laufen im Gegensatz zu AppleTV, dem iPhone und dem iPod touch nicht mit Mac OS X, sondern unter NetBSD (laut nmap in der Version 4.99.4).

NetBSD selbst ist ein schnelles, gut anpassbares und schnelles Betriebssystem. Kein Betriebssystem läuft auf mehr Rechnerarchitekturen und viele Subsysteme und Elemente aus NetBSD wurden in Mac OS X übernommen. Allerdings verfügt es out-of-the-box über diverse Dinge nicht, die für AirDisk wichtig sind wie Unterstützung für das Dateisystem HFS+ und das File-Sharing-Protokoll AFP. Hier muss Apple seine Technologie doppelt anpassen, denn fertige Lösungen gibt es nur für Mac OS X. Das macht Arbeit.

Ich will die Instabilitäten keineswegs auf NetBSD schieben. Sie scheinen mir klar im Anwendungsbereich gelagert zu sein, aber letztlich kommt mir eine andere Frage: wie lange wird es noch dauern, bis auch die AirPort-Familie mit Mac OS X läuft? Wünschenswert wäre es und Apple hätte ein OS weniger zu supporten. Andererseits wäre es auch für Mac OS X ein Gewinn, denn bevor ein AirPort mit Mac OS X läuft muss Apple den ebenfalls schlecht funktionierenden NAT-Dienst auf OS X in den Griff kriegen: macht man viel mit Internet Sharing rum läuft man schnell in irgendwelche Deadlocks wo der natd (NAT Daemon) auf 100% läuft und keine Pakete mehr durchreicht und ähnlicher unangenehmer Quatsch.

Was TimeMachine via AirPort betrifft wage ich den Vergleich mit Spotlight unter Tiger: läuft irgendwie, aber weder beeindruckend schnell noch beindruckend stabil. Es fehlt die Möglichkeit, durch Netztrennung abgebrochene Backups fortzusetzen und auch die Option, das Disk Image auf dem Backup-Medium zu verschlüsseln. Ärgerlich ist auch, dass ein Backup über Netz immer auf einem Disk Image, ein lokales Backup aber immer ohne Disk Image durchgeführt wird. So lassen sich solche Backups nicht abwechselnd lokal oder via Netz durchführen.

Vollkommen unklar ist mir auch, ob der Datentransfer verschlüsselt abläuft. Wünschenswert wäre es, zumal die TimeCapsule ja auch das Backup via Internet (also quasi über den WAN-Port) erlaubt. Das ermöglicht dann auch das Backup von unterwegs. Aber das kann auch schnell zu viel werden.

Was ich Apple aber immer noch am wenigsten verzeihe ist dieses Space-Age-UI von TimeMachine. Der ganze Schnickschnack hilft kein Stück beim Wiederfinden von Dateien und ist in meinem Augen vollkommen useless. Ich hoffe, dass es mit Mac OS X 10.6 verschwindet und durch etwas seriöses ersetzt wird. Aber bitte auch erst nachdem das Subsystem ordentlich poliert wurde. Dankeschön.

GPG und Mail.app

May 16th, 2008 37 comments

Bekanntermassen lief das Plugin GPGMail, das GPG in Mail.app unter Mac OS X integriert, unter Leopard nicht mehr. Zwar wurde vom Entwickler baldige Behebung des Problems angekündigt, aber es dauerte dann doch eine Weile, bis sich was tat.

Eine erste Betaversion, die ein paar Wochen nach dem Release von Leopard, funktionierte zumindest bei mir gar nicht, so dass ich für eine Weile vollkommen ohne PGP-Support da stand.

Am 24. März kam allerdings eine weitere Version (d52) von GPGMail (Download) heraus, die bei mir seitdem problemlos funktioniert. Ich wollte das eigentlich auch damals schon bloggen, aber habe es irgendwie verduselt. Jetzt hole ich das aber mal nach, da ich darüber in der letzten Zeit in den Mac-Newslandschaft wenig bis nix zu gelesen habe.

Eigentlich ist es schade, dass das GPG-Projekt die Integration ihrer Software auf populären Systemen so nachlässig behandelt. Die Annahme, freie Software sollte nur in Kombination mit anderer freier Software funktionieren, halte ich für einen Fehler.

Spielereien

May 7th, 2008 10 comments

Bevor der Mac seinen Siegeszug in den Home-Markt erfolgreicht fortsetzen kann, muss Apple noch einen großen Stolperstein aus dem Weg räumen. Zwar wurden mit Mac OS X in den letzten Jahren mit seiner Stabilität, Sicherheit und Produktivität viele Eigenschaften beschert, nach dem der gemeine Anwender dürstet, aber eines fehlt: ein überzeugende Strategie für Spiele.

Der große Erfolg von GTA IV zeigt dies wieder überdeutlich: der Mac spielt bei Spielern nicht nur eine untergeordnete, sondern eigentlich eine vernichtend geringe Rolle. Zwar sollte der Mac mit seiner wohldefinierten Hardware und seiner zahlungskräftigen und -bereiten Käuferklientel eigentlich großen Anreiz auf die Spieleindustrie haben, doch gibt es offensichtlich noch eine große Blockade zu lösen. Wo diese genau liegt ist mir noch etwas unklar.

Doch mit dem iPod und dem iPhone (man schaue sich nur den großen Anteil von Spielen unter den Programmen an, mit denen das SDK präsentiert wurde) deutet sich eine Trendwende an, zielt allerdings vor allem auf die mobilen Geräte. Es scheint, als ob sich Apple als Gegner gleich den Platzhirschen Nintendo (die DS ist die meistverkaufte Spielekonsole aller Zeiten) ausgeschaut hat und den Kampf gegen Windows nachgeordnet angeht.

Die Strategie ist nachvollziehbar, denn mit jedem iPhone Developer gewinnt man so ganz nebenbei auch einen Mac-Entwickler, da er ja letztlich keine anderen Frameworks nutzt (mit der Ausnahme von Cocoa Touch natürlich, aber die UI-Frameworks werden von den meisten Spieleherstellern ohnehin weitgehend ignoriert). Mit einem Spieleerfolg auf der Touch-Plattform könnte es einen Rückstrahleffekt für den Mac geben, auch wenn sich das sicherlich zunächst auf Spiele mit geringen Systemanforderungen auswirkt.

Wann Apple es schafft, Spiele wie GTA auf den Mac zu ziehen, steht daher noch in den Sternen.

Fehlende Verbindung

March 19th, 2008 10 comments

Ich gebe es zu: ich hätte auch gerne ein MacBook Air, denn mir geht das Geschleppe auf den Nerv und man muss klar zugeben, dass das Air der erste Mac (seit langem) ist, den man bequem mit einer Hand heben und halten kann. Bei meinem MacBook gehört das zu den Übungen, die zwar möglich sind, aber doch besser vermieden werden.

Allerdings gibt es zwei Dinge, die mich zurückhalten.

Ich bin alle Kompromisse des Geräts durchgegangen, ob sie mir wirklich das Leben vermiesen würden oder ob ich nur glaube, dass ich sie heute wirklich benötige. Tatsächlich kann ich mit fast allen gut leben mit der kleinen Ausnahme des fehlenden Firewire-Ports. Klar, ich kann meine Platten auch per USB anschliessen und DV-Kameras sterben langsam aber sicher aus.

Aber FireWire hat gegenüber USB ein paar entscheidene Vorteile und ich sehe nicht, wie USB das in absehbarer Zeit wettmachen will. Die Performance spielt da noch eine untergeordnete Rolle, auch wenn sie an einer Stelle wiederum hinterum ins Spiel kommt. Denn FireWire bietet die mit Abstand bessere Vernetzungs-Topologie: an einen Port kann man beliebige Strukturen von Geräten anstecken (Stern oder Daisy-Chain) und alles konfiguriert sich selbst. In der Regel kommt man ohne Hub bzw. Switch aus (ich habe auf jeden Fall keinen und habe auch noch nie einen benötigt).

Bei USB ist es vom Start weg bekloppt: zwei Geräte? Dann muss schon ein Hub her. Und da ist auch schon die erste Touristenfalle: schliesse ich eine Festplatte und eine Maus an (keine besonders ausgefallene Situation), dann regelt die USB1-Maus den Bus auf 10 MBit/s herunter. Entsprechend langsam ist der Festplattenzugriff. USB-Switches kennt der Markt nicht: man muss also zum Kopieren von Daten die Maus abziehen. Hooray for flexibility! Vom fehlenden Target Disk Mode fange ich jetzt gar nicht erst an.

Aber kommen wir zum zweiten Grund, der mir nicht nur das MacBook Air sondern generell die Anschaffung eines zweiten Macs schwer macht: auch im Jahre 2008 bietet die Firma Apple keine sinnvolle Lösung zum Synchronisieren zweier Geräte an. Warum kann man unter dem ach so tollen Mac OS X immer noch nicht einen Ordner zum Synchronisieren mit einem zweiten Mac markieren? Ich tippe mal, dass dieses Problem jeder kennt, der zwei Macs hat. Warum wird nichts getan?

Technisch kann es kein Problem sein. Apple bietet selbst mit .Mac Synchronisierungsdienste an, Basistechnologien wie iSync und Time Machine kümmern sich um nichts anderes, als Datenbestände zwischen zwei Geräten bidirektional auf dem aktuellen Stand zu halten. Nur wenn es sich um zwei Macs handelt soll das nicht möglich sein? Ich fasse es nicht.

Klar, werdet ihr mich jetzt auch eine große Zahl von Tools im Freeware-, Shareware- und sonstigen Bereichen hinweisen. Ich habe viele von ihnen benutzt. Mögen sie für kleinere Datenmengen durchaus ihre Dienste tun, habe ich aber durchgehend die Erfahrung gemacht, dass sie einerseits nicht fehlerfrei skalieren oder immer wieder für obskurste Fehlermeldungen zur Unzeit gut waren. Mein Vertrauen in die Hersteller ist da extrem lädiert.

Hier ist, was wir brauchen: Time Machine als Basis der Synchronisation und einen Synchronisations-Dämon als Teil von Mac OS X, der die File System Events auf zwei Macs benutzt um die Daten sicher und in akzeptabler Zeit (es muss nicht immer Echtzeit sein) abzugleichen. Wenn das mit Time Machine geht, muss es auch mit einem anderen Ordner auf einem anderen Mac gehen.

Gäbe es diese Funktion, ich würde mir weniger Sorgen um die Limitierungen des Gerätes machen. Ich könnte zu hause auf meinem Desktop mit dicker Platte arbeiten und den Datenbestand, den ich auf meinem Air haben möchte, dort komplett vorhalten. Gibt es Änderungen, übernimmt das Air diese regelmässig und weitgehend automatisch. Klappe ich das Gerät zu und stecke es in die Tasche kann ich sicher sein, dass alle relevanten Daten vorhanden sind.

Die Synchronisation über .Mac, die Apple uns verkaufen will, hat so seine Probleme. Einerseits sind es Server ausserhalb Deutschlands und damit rechtlich grundsätzlich problematisch. Sensitive Dokumente will oder darf man dort nicht abgelegen. Ausserdem will man für große Dateien nicht das Internet benutzen – vor allem, wenn die zu synchronisierenden Geräte gemütlich nebeneinander in einem HiSpeed-WLAN oder Kabelnetz stehen.

Apple muss aufhören, wichtige Funktionalität zu blockieren, nur damit einen Service verkaufen kann, den eigentlich niemand will. Eine Öffnung der Märkte wäre an der Stelle auch mal hilfreich. Warum sollte ein Provider in Deutschland nicht ein “.Mac Pro” mit besonderen Anforderungen an Datensicherheit und Verschlüsselung bereitstellen dürfen? Warum kann sich eine Firma diese Dienste nicht auf eigenen Servern einrichten?

Die Öffnung in den Corporate Markt für das iPhone wünsche ich mir jetzt auch für den Mac. Und ich möchte weniger und nicht mehr Fesseln haben bei der Nutzung des Rechners. Ich hoffe, Apple beherzigt das.

Mehrere Partitionen mit Boot Camp?

February 27th, 2008 4 comments

Weiß jemand, ob es möglich ist, mit Boot Camp auch mehr als eine weitere Partition einzurichten? Ich erwäge, zwei zuszätzliche Betriebssysteme auf meinem Rechner zu installieren, will aber nicht von Virtualisierungs-Software abhängen, wenn möglich.

Wer benutzt Spaces?

February 23rd, 2008 26 comments

Eigentlich bin ich jemand, der so ziemlich jede Neuerung in einem Mac OS X Release auf die eine oder andere Weise zum Einsatz bringt. Nur “Spaces” scheint eine totale Ausnahme zu sein: ich habe nicht die geringste Ahnung, wie das Konzept in meinen Workflow einbinden soll.

Daher würde mich mal interessieren, wer von Euch Spaces wirklich benutzt und was Eure Strategien sind, es einzusetzen. Weist Ihr Applikationen festen Spaces zu? Wieviele Spaces habt ihr und in welcher Anordnung? Benutzt ihr die grafische Übersicht um zwischen den Spaces hin- und herzuschalten oder die Tastatur?

Und vor allem: was macht Spaces für Euch einfacher? Ich selbst komme mit Apfel-Tab und und Apfel-< und Apfel-> auf einem Schirm bestens zurecht und nutze auch Exposé so gut wie nie. Daher wäre ich sehr interessiert an Euren Ansätzen und Erfahrungen.