Bekanntermassen lief das Plugin GPGMail, das GPG in Mail.app unter Mac OS X integriert, unter Leopard nicht mehr. Zwar wurde vom Entwickler baldige Behebung des Problems angekündigt, aber es dauerte dann doch eine Weile, bis sich was tat.
Eine erste Betaversion, die ein paar Wochen nach dem Release von Leopard, funktionierte zumindest bei mir gar nicht, so dass ich für eine Weile vollkommen ohne PGP-Support da stand.
Am 24. März kam allerdings eine weitere Version (d52) von GPGMail (Download) heraus, die bei mir seitdem problemlos funktioniert. Ich wollte das eigentlich auch damals schon bloggen, aber habe es irgendwie verduselt. Jetzt hole ich das aber mal nach, da ich darüber in der letzten Zeit in den Mac-Newslandschaft wenig bis nix zu gelesen habe.
Eigentlich ist es schade, dass das GPG-Projekt die Integration ihrer Software auf populären Systemen so nachlässig behandelt. Die Annahme, freie Software sollte nur in Kombination mit anderer freier Software funktionieren, halte ich für einen Fehler.
launch2net, das Programm, mit dem man die meisten Mobiltelefone und PC-Cards als Modem verwenden kann, gibts heute hier für 39 US$ (26 €).
Perian, die hervorragende Open-Source-Codec-Integration für QuickTime, wurde auf Version 1.1 aktualisiert und verspricht Geschwindigkeitsverbesserungen unter anderem auf Basis von Multithreaded Decoding von MPEG-1, MPEG-2 und H.264. Außerdem eine Kanne voll Fehlerbehebungen und bessere Untertitelgenerierung.
Unter Mac OS X gibt es bislang nur die eingebaute FileVault-Funktionalität, um ein Dateisystem zu verschlüsseln. Leider beschränkt sich das nur auf die Home Directories. Wenn man seine vollständige Partition verschlüsseln möchte, hatte man als Mac-User das Nachsehen.
Das könnte bald ein Ende haben. Das Projekt OSXCrypt hat jetzt angekündigt, die Open Source Software TrueCrypt auf den Mac portiert zu haben.
Noch erfordert das ganze wohl ein wenig Detailarbeit, um es zum Laufen zu bekommen. Bei APRGETUPDATE.DE wurde aber bereits ein Tutorial auf Deutsch veröffentlicht.
Ich muss zugeben, mich mit TrueCrypt noch nicht wirklich auseinandergesetzt zu haben, aber es kam im Chaosradio 111 zur Sprache.
Eines der etwas tolleren, aber tief verborgenen Features von Mac OS X ist, dass das HFS+ Dateisystem in der Lage ist, so genannte “Hard Links” nicht nur (wie unter UNIX üblich) für Dateien zu verwenden, sondern auch für Verzeichnisse. Dieses Feature trägt dazu bei, differentielle Backups mit Time Machine klein zu halten, da für Verzeichnisse, deren kompletter Inhalt zwischen zwei Backups unverändert geblieben ist, eben nur ein einziger zusätzlicher Hard Link auf das selbe Verzeichnis im alten Backup gemacht werden muss.
Diese Funktionalität liesse sich sonst nur nachbilden, indem man alle enthaltenen Verzeichnisse neu erzeugt und darin dann alle enthaltenen Dateien mit einem Hard Link auf die Datei im alten Backup versieht. Das dauert deutlich länger und verbraucht besonders bei großen Verzeichnisbäumen extrem viele Einträge. Im Idealfall (keine Veränderung) besteht ein Backup nur aus einem einzigen Link.
Die neue Version 4.1 von Disk Warrior bringt diesem verlässlichen Krieger nun auch diese Eigenschaft bei und ist damit Leopard-kompatibel. Wer DiskWarrior auf Time Machine Backups anwenden möchte ist mit diesem Update gut beraten.
Zu den von mir am häufigsten genutzten Programmen gehört ganz eindeutig das Terminal (b.z.w. iTerm, dass ich aber eigentlich nur noch aus Gewohnheit nutze).
Zum einen gibt es wirklich viele praktische Einsatzzwecke für die Shell. Zum anderen lassen sich neugierige, über die Schultern schauende Kollegen und Vorgesetzte leicht ruhigstellen – wenn nur genug Terminalfenster offen sind, wird das wohl schon wichtige Arbeit sein.

Falls man versehentlich doch mit einem offenen Browserfenster erwischt wurde, dann kann DTerm bestimmt weiterhelfen. DTerm ist eine sehr praktische Minishell für zwischendurch. Schnell einen Befehl reingetippt und das Ergebnis entweder direkt in DTerm oder im Terminal ausgeben lassen.
Soweit, so langweilig. DTerm jedoch bezieht sich jedoch immer auf die Datei mit der man gerade arbeitet. Ob in XCode, BBEdit, TextMate, Finder, TextEdit oder Word(!): DTerm öffnet die Shell immer in dem Ordner, in dem sich auch das Dokument befindet das man gerade bearbeitet. Mit Apfel-Shift-V kann man dann den Namen dieses Dokuments einsetzen.
Trotz des tollen Beispielvideos auf der Website habe ich ehrlich gesagt noch nicht den perfekten Einsatzzweck für DTerm gefunden. Aber um Kollegen zu beeindrucken reicht es allemal. Das ist mir die 20$ wert.
Eines meiner Lieblingstools läuft jetzt auch auf Leopard: BwanaDik 3.1 erlaubt nun auch mit der aktuellen Katze die visuelle Signalisierung einer funktionierenden Internetverbindung.

Den über RSS-Reader NetNewsWire gibt es jetzt auch für Leute die ernsthaft glaubten, dass Vienna nicht mal schlecht wäre.
Heute wurde endlich Transmission fertiggestellt und in der Version 1.0 zum Download bereitgestellt. Der letzte Versionssprung bietet noch zustäzliche Leckereien, z.B. ein kleines Statistik-Fenster, die Möglichkeit der Gruppierung von Torrents und der automatische Ausschluss noch ladender Dateien aus Time Machine (das war ein echtes Problem, konnte allerdings per manuellem Ausschluss eines speziellen “Incomplete Downloads”-Verzeichnisses auch schon bewirkt werden).
Dazu gibt es auch noch eine neue Version (0.2) von Clutch (sehr hübsche Website :), das es erlaubt, Transmission über das Web fernzusteuern. Optimal für Maschinen, die dort stehen, wo das Internet rockt und nicht wo man selbst sitzt.
Ich kann zwar immer noch nicht meine eigentlichen Blogversprechen einlösen (ich sollte das bleiben lassen), aber dafür habe ein hübsches QuickLook Plugin namens BetterZIPQL gefunden, mit dem man unter Leopard in nahezu alle Archiv-Formate reinschauen kann. Genauer gesagt in ZIP, TAR, GZip, BZip2, ARJ, LZH, ISO, CHM, CAB, CPIO, RAR, 7-Zip, DEB, RPM, StuffIt’s SIT, DiskDoubler, BinHex, und MacBinary. Preis: kostnix.
Das sollte ja erst mal reichen.
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