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Archive for the ‘Telefone’ Category

Mobiltelefon als Fernbedienung

April 26th, 2007 2 comments

Die Software Salling Clicker, die Mobiltelefone und PDAs als Fernbedienung für Macintosh-Applikationen einsetzt, ist schon ein alter Hut (aber immer noch sehr nützlich), doch leider gibt es schon seit über einem Jahr kein Update für neue Telefone.

remote_buddy.png
Doch nun gibt es Konkurrenz aus einer anderen Richtung. Remote Buddy von der Nürnberger Firma IOSPIRIT GmbH ist eine kurz vor der Vollendung befindliche und jetzt schon im kostenlosen 60-Tage-Test verfügbare Software, die einen leicht anderen Ansatz pflegt, aber auch Mobiltelefone berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt aber an der Integration einer Vielzahl von eher einfachen Fernbedienungen wie der Apple Remote, aber auch Newcomern wie der Fernbedienung der Nintendo Wii.

Während sich der Salling Clicker mehr auf die Telefone konzentriert und dort möglichst komplexe User Interfaces erzeugt, liegt der Schwerpunkt bei Remote Buddy auf dem Mac. Die Software macht schon einen sehr ausgereiften und eleganten Eindruck und auch das Pairing mit der Wiimote verlief problemlos (leider gibt derzeit nur Unterstützung für die Knöpfe der Wiimote – Keynote-Slides per Handbewegung zu wechseln bleibt vorerst noch ein Traum). Alles lässt sich prima konfigurieren und es macht ganz den Eindruck, als wären die 9,99 EUR Kaufpreis eine preiswürdige Anlage.

Ach ja: an Mobiltelefonen werden derzeit nur Modelle von SonyEricsson unterstützt und da gibt es wohl auch noch eine Menge zu testen. Aber ich habe so das Gefühl, dass das Ende der Fahnenstange hier noch nicht erreicht ist.

Immer mehr Firmware Updates

April 26th, 2007 No comments

Was mir bisher entging: GPS-Gerätehersteller und Long-Time-Macintosh-Ignorant und Garmin stellt zumindest für die aktuelle Gerätegeneration jetzt auch Firmware-Update-Software für Mac OS X bereit (mangels Garmin-Hardware ungetestet). Nach den beeindruckenden Verkaufszahlen von Apple der letzten Zeit auch kein Wunder, aber trotzdem löblich.

Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis man auch ein Nokia oder Sony Ericsson Gerät vom Mac aus aktualisieren kann. Oder vielleicht doch gleich via Internet? Wäre ja auch mal eine Idee.

H.264 setzt sich durch

April 10th, 2007 No comments

Nach der PlayStation 3 (und vorher schon der PlayStation Portable) schleicht sich unter dem Deckmantel eines für den 5. Mai angekündigten Instant-Messaging-Updates Unterstützung für MPEG-4 Dateiformate und insbesondere den H.264 Video-Codec in die Xbox 360 von Microsoft.

Damit vollzieht sich, was aus meiner Perspektive schon lange abzeichnet: H.264 (auch MPEG-4 AVC oder Advanced Video Coding) wird endgültig zum Industriestandard. Selbst Microsoft, die lange nur auf Windows Media Video setzten, muss jetzt nachziehen. Der Versuch, WMV unter dem Tarnnamen VC-1 über die HD-DVD in den Markt zu bringen darf eigentlich schon als gescheitert angesehen werden.

Auch das sogenannte Handy-Fernsehen (DVB-H), wenn auch eine totale Totgeburt, setzt optional auf MPEG-4 AVC. Damit bleibt kaum noch eine populäre Medienplattform, die dieses Format nicht unterstützt. MPEG-4 AVC ist seit der Geburt der Video Podcasts schon lange der Defakto-Standard für Video im Internet.

Nun steigt natürlich der Druck auf die Telefonhersteller, da das iPhone natürlich auch mit H.264 kommt und der Großteil des Angebots auf diesen Codec setzen wird. Aber längst nicht alle Produzenten bieten H.264 Unterstützung, auch wenn sie hier und da zaghaft Podcasting-Support einbauen. Das Nokia N95 scheint H.264-Unterstützung zu bieten. Wenn YouTube demnächst auch auf H.264 umsteigt ist der Dammbruch wohl komplett.

Manche mögen jetzt einwenden, dass ja “DivX” oder “Xvid” viel verbreiteter wären, allerdings handelt es sich hier meist um eine Fehlwahrnehmung: beide Systeme sind MPEG-4-Codecs. Die Verwechslung kommt wohl primär daher, dass in der Warez-Szene häufig immer noch auf Microsofts altes Containerformat AVI gesetzt wird und daher nicht die typische Endung “.mp4″ zum Einsatz kommt.

Ich rechne allerdings damit, dass das in den nächsten Jahren der Einsatz von AVI deutlich nachlassen wird, da es eigentlich nur Nachteile bietet. Viele der im Netz herumfliegenden Movie-RIPs sind dazu noch häufig fehlerhaft codiert. Davon abgesehen ist der Anteil von legalen Inhalten in diesen Formaten gleich Null. Hier liegt keine Zukunft.

Der Nokia N95 “Multimedia-Computer”

April 9th, 2007 10 comments

Um das Nokia N95 Telefon wird derzeit viel Tamtam gemacht. Wenn man dem Datenblatt folgt, sieht ja alles ganz toll aus. MobileMacs konnte bisher leider noch kein Testgerät ergattern, daher kann ich mich bislang nur auf andere Berichte beziehen. Bei GigaOM gibt einen recht ausführlichen Test des Nokia N95, der allerdings auch einige Nachteile aufzeigt, die beachtenswert sind. Aber schauen wir erst mal auf die guten Seiten des Geräts.

Nokia preist das Gerät ja vollmundig als “Multimedia-Computer”, was ich für einen kolossalen Fehler der Nokia-Marketingabteilung halte. Offensichtlich war man dort wohl ziemlich begeistert, dass Videos ruckelfrei abgespielt werden können, aber ich denke, dass die potentiellen Kunden von der Verheissung, hier einen kompletten “Computer” zu erwerben eher abgeschreckt sein werden (ggf. sogar zu recht). Apple hat sich gerade bemüht, das “Computer” aus dem Namen zu tilgen, bevor sie das iPhone ankündigen, das selbst ganz klar als “Telefon”, “iPod” und “Communication Device” kommuniziert wird. “Multimedia” lockt mit Sicherheit auch im Jahre 2007 niemand hinter dem Ofen vor. Aber ich schweife ab.

Dass Nokia zumindest etwas gelernt hat entnehme ich der Tatsache, dass das N95 tatsächlich über einen Standard-3,5mm-Klinkenstecker zum Anschluss von Kopfhörern verfügt. Hallelujah! Warum die Telco-Industrie über 5 Jahre brauchte, um da vom iPod zu lernen verstehe ich nicht. Auch Sony bewirbt ihre W-Serie glorios als “Music Player”, sieht aber nicht mal die Möglichkeit vor, korrekte Kopfhörer oder externe Lautsprecher anzuschliessen. Dummheit überall. Ganz groß auch: “Digitales Rechtemanagement (OMA DRM 2.0) für Musikdateien”.

Sonst kommt das N95 gut gerüstet: WLAN, GSM+EDGE/EGPRS, UMTS+HSDPA und erstmal GPS (!) zeichnen das N95 als Kommunikations-Tausendsassa aus (allerdings gibt es kein HSUPA). Zumindest gilt das für die Außenseite, wie sich das Gerät zum Mac hin synchronisieren und ggf. auch als GPS-Device nutzen lassen wird steht noch aus. Der Dual Transfer Mode (DTM) soll auch in GSM-Netzen Daten- und Sprachkommunikation parallel erlauben. War mir bisher noch nicht bekannt das Feature.

Es gibt zwar nur 160 MB interner Flash-Speicher, aber via MicroSD kann man das Telefon günstig auf 2 GB Kapazität ausbauen, was schon mal helfen sollte. Das Gerät hat ferner USB 2.0 Port mit einer richtigen Mini-USB-Buchse.

Dem oben genannten Bericht kann man allerdings entnehmen, dass beim N95 sogar im Nur-GSM-Betrieb ohne WLAN, GPS oder UMTS der Akku keinen Tag lang hält. Das ist wenig. Mal sehen, ob sich diese Berichte bestätigen. Dann wäre das Gerät bei einem Preis von über 700 EUR sicherlich eh überteuert und unbrauchbar.

KRZR: Schlüsselbund ohne Schlüssel

April 3rd, 2007 No comments

Das Motorola KRZR wartet mit einem ganz tollen neuen Feature auf: gibt man in WAP-Dialogen Kennwörter ein, werden diese so ganz nebenbei im Benutzerwörterbuch abgelegt. Mit dem Ergebnis, dass diese Kennwörter beim Eingeben von Text an anderen Stellen automatisch vorgeschlagen werden, sollten sie ähnlich beginnen. Hier handelt es sich wohlgemerkt nicht um ein Schlüsselbund-Feature wie bei Mac OS X, sondern um das persönliche Wörterbuch.

Ob der Effekt auch mit Kennwörtern in HTML-Formularen oder HTTP-Authentifizierungen auftritt gibt die Quelle nicht her. Hat jemand so ein Gerät?

Die iPhone Software Architektur

April 3rd, 2007 2 comments

Auf scribd tauchte jetzt ein PDF mit einer graphischen Übersicht eines “Aloha OS X Module” auf, das ganz den Eindruck macht, als würde es die Software-Architektur des iPhone aufzeigen. Auffällig sind natürlich vor allem bislang unbekannte Namen.

Auf einer Ebene mit “Cocoa” steht z.B. “Onyx”, was ich mal als den Namen des neuen User Interfaces des iPhones deute und auch mein heimlicher Kandidat für einen neuen Finder ist.

Knifflig wird es dann bei dem schon im Titel erwähnten “Aloha”. Im Schema taucht “Aloha.app” als Anwendung neben “Finder.app” (!) auf. Wenn es hier schon einen Finder gibt, was macht dann Aloha? Daneben gibt es auch noch einen “Games Emulator.app”, der wohl das Interface für die bisherigen iPod-Games darstellt.

“Pixo Legacy Layer” sagt mir auch wenig. Was ist denn Pixo und warum ist es jetzt schon Zeit für Legacy Support? “OBEXAgent.app” und “PhoneKit” klingen sinnvoll und vertraut. Einer muss sich ja um den Dateiaustausch kümmern und das PhoneKit ist sicherlich einer der am heißesten gehandelten APIs von Apple seit langer Zeit.

Interessant finde ich dann auch noch “iPod.app”. Das war ja auch schon immer auf meiner Wunschliste für meinen Mac.

Der Rest ist dann noch deutlicher technischer. Für den Entwickler mag noch die Erwähnung des “gcc-llvm”, das “LLVM ARM Backend” und die “LLVM Runtime” interessant sein. Ihre Existenz ist wenig überraschend: LLVM wurde von Apple jüngst in Mac OS X eingeführt und ist wohl die Basis der neuen “Multithreaded OpenGL Treiber”, die auf den MacPros die Framerates in die Höhe treiben. Dass Apple für sich mit LLVM viele neue Optionen sieht hat schon gezeigt, dass sie den Schöpfer der Software gleich eingestellt haben.

Am Ende verrät “H.264 DSP”, dass der iPod eine Hardware-beschleunigte Video-Wiedergabe hat (wie die iPods bisher auch), wenngleich wohl DSP-basiert (da weiss ich nicht, wie das bei den iPods lief) und “Radio” scheint darauf hinzuweisen, dass das iPhone wohl serienmässig auch UKW-fähig sein wird. Wir werden sehen.

Update: Aprilscherz. Na prima. Ich kündige :)

Der mit dem Handy faxt

April 1st, 2007 13 comments

Die vielbeschworene Benutzerfreundlichkeit auf dem Mac ist bisweilen ein doch sehr dehnbarer Begriff. Gegenüber Mac OS hat Mac OS X im Bereich des Druckens und Faxens keine wirklich signifikanten Fortschritte gebracht. Zwar ist theoretisch mit CUPS als Basis aller Druckeraktivitäten theoretisch ein leistungsfähiges Subsystem am Start. Aber die Umsetzung kann bislang nur als misslungen bezeichnet werden.

Die Integration ins Betriebssystem und die realen Bedieneroberflächen rund um das Drucken und Faxen lässt zumindest mir regelmäßig einen kalten Schauer über den Rücken laufen: viel zu viele einzelne Programme (für jeden Drucker generiert Mac OS X eine eigene Anwendung!), eine Vielzahl an ähnlich aussehenden, aber unterschiedlich funktionierenden Dialogfenstern und – fast noch am schlimmsten – unklare und doppeldeutige Bezeichnungen machen das Konfigurieren des Drucksystems unnötig kompliziert.

Das Handy als Fax

Ebenfalls verwirrend ist die Integration des Faxdienstes in das Drucksystem. Aber mit ein wenig Know-How lassen sich auch ein paar verborgene Fähigkeiten aktivieren. So ist es auch möglich, das Mobiltelefon als Faxgerät einzurichten. Allerdings ist die notwendige Prozedur nur durch eine ausführliche Bedienungsanleitung nachvollziehbar. Glücklicherweise stellt Apple diese in Form eines AppleCare Artikels bereit: Mac OS X 10.4: Adding a Bluetooth fax device.

Die Beschreibung mag für den Einsteiger ziemlich kryptisch sein, deswegen kommentiere ich die beschriebene Vorgehenweise hier mal und übersetze sie in die deutsche Lokalisierung (ich verwende ja immer englisch mit deutschen Zeit- und Datumseinstellungen aber das macht ja jeder anders).

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Mobiles Netz via Bluetooth PAN

March 30th, 2007 5 comments

Ohne viel Tamtam hat Apple offenbar in dem Mac OS X 10.4.9 Update ein neues Feature eingebaut: das Betriebssystem unterstützt jetzt auch sogenannte Personal Area Networks via Bluetooth. Vorausgesetzt das eigene Mobiltelefon unterstützt diese Funktion kann die Verbindung zwischen Mac und Telefon auf andere Art erfolgen.

Derzeit sieht es so aus: um Internet über eine Telefon zu beziehen kontaktiert man das Gerät via Bluetooth über eine serielle Verbindung. Genauer: man simuliert eine serielle Schnittstelle und spricht dann mit dem Telefon wie mit einem Modem. Dann “wählt” man eine Nummer (die immer *99# ist) und wird dann via PPP verbunden. Allerdings ist diese Verbindung auch nur Fake: der PPP-Server ist nämlich das Telefon selbst. Über diese “Verbindung” schaufelt das Telefon dann über die GPRS- oder UMTS-Kanäle die Daten zum Mobilfunknetz und zurück.

Das PAN macht Schluss mit Modemskripten und simuliertem PPP-Server: hier meldet sich das Telefon quasi als Netzwerk-Schnittstelle und mit Mac OS X taucht diese dann einfach im Netzwerk-Kontrollfeld auf und verhält sich quasi wie ein Ethernet-Interface.

Nun unterstützen das nicht alle Telefone. Derzeit scheint die Funktionalität nur in Windows Mobile basierten Geräten aktivierbar zu sein. Wer dazu weitere Informationen hat möge uns doch mal erleuchten.

Dünn: Sony Ericsson W880i

March 23rd, 2007 13 comments

Nur selten hat es eine Produktabbildung so auf den Punkt gebracht. Auf der Verpackung ist nichts weiter als ein etwa ein Zentimeter dicker, senkrechter, orangener Strich: das Sony Ericsson W880i im Profil. Es ist verflucht dünn.

Gibt es noch mehr zu dem Telefon zu sagen? Klar! Aber bei allem im Hinterkopf behalten: “dünn!”
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OpenMoko macht frei

March 22nd, 2007 6 comments

FIC Neo1973OpenMoko heißt das Projekt, dass für ein wirklich freies Telefon kämpft (“Frei” wie in “Freiheit”). Telefone mit Linux als Betriebssystem sind zwar keine Neuigkeit, doch gibt es noch keine Gerät, bei dem alle Software-Komponenten als quelloffene, freie Software vorliegt. Das soll OpenMoko jetzt ändern. Das erste Telefon, dass mit OpenMoko-Software laufen wird, ist das Neo1973 getaufte Telefon von First International Computer aus Taiwan.

Aber ganz so weit sind wir noch nicht. Das Gerät befindet sich noch in der Entwicklung und steht zunächst auch nur für andere Entwickler zum Verkauf. Die erste Version wird dazu auch nur grundlegende GSM-Telefonie und GPRS-Datenfunk beherrschen. Von EDGE, UMTS und WLAN ist noch nichts zu sehen, dürfte aber am Ende für ein Nachfolgemodell kein Thema mehr sein. Ähnlich wie das iPhone kommt das Telefon nur mit einem Touchscreen daher und bietet in der Oberfläche Anwendungen für Finger- und Stylus-Bedienung. Ob es sich in der Einfachheit der Gestaltung mit dem iPhone messen kann bleibt abzuwarten.

Doch sollte man die Vorteile eines wirklich freien Telefons nicht unterschätzen. Während man beim iPhone noch zittern darf, ob z.B. eine Jabber-Anwendung dabei sein wird, wird das OpenMoko-System sicherlich in kürzester Zeit eine Vielzahl von Portierungen bestehender Linux-Software erleben. Damit könnte das Fon sich zum Datenkommunkations-Tausendsassa entwickeln.

Wer sich für die Technik des Neo1973, die Software und Ziele des OpenMoko-Projektes interessiert, kann sich im Chaosradio Express Podcast Nr. 42 erschöpfend darüber informieren lassen.